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Das Leben auf den Ägäisinseln

Die Tugend Extreme zu vermeiden, die Unabhängigkeit und die Genügsamkeit sind noch immer charakteristische Merkmale der Inselbewohner der Ägäis. Genutzt werden die lokalen Materialien, die Beschaffenheit des Bodens und die besonderen Eigenschaften der Landschaft um die typisch ägäischen Siedlungen   zu errichten,  wo ein bemerkenswerter «instinktiver Bauplan»  zu beobachten ist, der zu einem internationalen Vorbild geworden ist.  Die Inselbewohner folgen durch ihre Lebensweise  innerhalb der Siedlungen mit der, auf ihre Verteidigung ausgelegten, Architektur und den Burgen, den byzantinischen Kirchen, den Säulenhallen und den Häusern, welche oftmals miteinander durch oberirdische Durchgänge verbunden sind und wo privates und öffentliches Gut gleichgestellt ist, den Spuren ihrer Ahnen und bewahren, trotzt der Modernisierung ihres Alltagslebens, die Strukturen der traditionellen Gesellschaft die ihre Geschichte geprägt hat. Blau und weiß bleiben auch heute noch die kennzeichnenden Farben der Siedlungen. Die schmalen Gassen werden jedes Jahr weiß gestrichen, ein charakteristisches Merkmal dafür dass auf Sauberkeit und Ordnung sehr viel Wert gelegt wird  und wo die üppig blühenden Gärten untereinander mit ihren Farben, Blütenpracht und betörenden Gerüchen wetteifern.

 

Das Leben auf den Ägäisinseln unterscheidet sich je nach Periode aber auch darin inwiefern jede Insel touristisch entwickelt ist. In den Sommermonaten werden die größeren und populärsten Inseln wie  Rhodos,   Santorin,  Mykonos, Kos,  ParosNaxos,  Patmos, und Tinos, von Besuchern aus der ganzen Welt besucht und ein großer Anteil der Bevölkerung beschäftigt sich mit dem Tourismus. Die Städte und Großsiedlungen auf den Inseln vermögen es mit ihrer ganz besonderen Architektur auf den Kykladen und dem Dodekanes den kosmopolitischen mit dem traditionellen Stil zu kombinieren und den Gästen alles zu bieten was ein Reisender der modernen Zeit sich wünschen könnte : Unterkünfte, Restaurants, Cafeterias und Bars jeder Art und tausende von Geschäften. In den Wintermonaten sind einige Inseln fast menschenleer, da die Einwohner nach der touristischen Saison selbst Urlaub machen und verreisen während sich das Leben auf anderen Inseln in den Hafengebieten, der Hauptstadt und den größeren Siedlungen konzentriert.

Auf den kleineren und weiter  abgelegenen Inseln wie Kimolos, Lipsi, Kasos, Chalki, Kastelorizo, Sikinos, KoufonisiaDonoussa, erscheint vor dem Besucher eine Szenerie wie aus dem Bilderbuch: Fischer die ihre Netze legen, Fischerboote die zum täglichen Fischfang ablegen, Frauen die ihre Köstlichkeiten in den Backsteinöfen garen,  Kaffeehäuser mit älteren Männern die Backgammon oder Karten spielen, Frauen die am Nachmittag an der Türschwelle sitzen, häkeln und sich Neuigkeiten erzählen, Kinder die in den weiß getünchten Gassen spielen, kleine Tante Emma Läden ...

 

Die Inselgesellschaft hängt sehr stark an ihrer Bindung zur Insel, zum Dorf und dem engeren Zyklus der Familie. Der  gewissenhafte religiöse Glaube  ist hier sehr stark ausgeprägt was auch die zahlreichen Kapellen und Kirchen, die Klöster und Weihgeschenke der Seeleute auf allen Inseln bezeugen. Ein Anlass damit sich die Familien der Dörfer und die Verwandten näher kommen sind hier die Kirchenfeste  aber auch die spontan organisierten Feiern in den Kaffeehäusern und Tavernen, begleitet von traditionellen Musikinstrumenten, Tanz und Gesang sowie die Feierlichkeiten in den Kirchen und Kapellen, bei welchen alle Einwohner teilnehmen und beitragen. In vielen Fällen werden die Kapellen, traditionsgemäß zu Fuß aufgesucht. 

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