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GASTRONOMIE

Auf den Kykladen genießt der Besucher eine schmackhafte Fischsuppe, die so genannte «Kakavia» und auf Sifnos die berühmte Kichererbsensuppe, welche schon am Vorabend im Tontopf zum garen in den Backsteinofen gestellt wird. Ein weiteres sehr beliebtes Gericht ist «Mastelo» dessen Namen es vom breiten Tongefäß erhalten hat, in dem das Lamm gegart wird. Hier handelt es sich um eine Spezialität die gern zu Ostern zubereitet wird.  Eine berühmte Spezialität auf Santorin aber auch auf Tinos, Syros und Kimolos sind die Tomatenfrikadellen, auch «falsche Frikadellen» genannt die mit kleinwüchsigen lokalen Tomaten, Frühlingszwiebeln, Gewürzen und Brei zubereitet werden. Backwaren wie der Gerstenzwieback gehörte seit eh und je zu den wesentlichen Nahrungsmitteln der armen Inselbewohner bis hin zu den 60er Jahren als sich der Tourismus hier zu entwickeln begann. Ein charakteristisches Beispiel sind die  Brotlaibe in Form einer Taube die zu Pfingsten auf Sifnos und die menschenförmige Brotlaibe die zur Fastenzeit und zu Ostern auf verschiedenen Inseln der Kykladen gebacken werden. 

 

Kleine Fische, die um über die Winterzeit haltbar zu sein gepökelt werden, gehören ebenfalls zur traditionellen  Küche der Kykladen. Die Fische werden im August und September zum Trocknen ausgelegt und entweder als kleines Häppchen zum Ouzo oder Tsipouro gereicht oder zu Fischkroketten verarbeitet. Auf Syros und auf Paros findet man auch die sogenannte «Gouna» die aus Makrelen zubereitet wird.

 

In der lokalen Küche spielte auch die Jagd eine wichtige Rolle. Die Wachteln waren schon immer ein beliebter Leckerbissen auf Santorin während man auf Tinos das Fleisch von Tauben, die in den zahlreichen Taubenschlägen   der Insel gehalten wurden, bevorzugt. Mit der kunstvollen Bauart schmücken diese Taubenschläge die Schluchten und Berghänge der Insel.

 

Im Allgemeinen haben die Spezialitäten des Dodekanes sehr viel mit denen von Kreta gemein. Dazu gehören unter anderem Kichererbsen, schwarzäugige Bohnen, Feigen, Oliven, Gerstenzwieback aber auch Käse aus Schafs- oder Ziegenmilch und weitere Molkereiprodukte.  Eine Spezialität auf Kos,   Nisyros und Leros ist der Weinkäse oder auch bekannt als Rotkäse, welcher in länglich runden Körbchen gepresst wird und die Form eines Brotlaibes annimmt. Sehr schmackhaft ist auch der Myzithra-Käse von Kos und Leros mit dem eigenartigen Geschmack während zu den populärsten Molkereiprodukten der Salzkäse «Sitaka» gehört. Was die Wurstwaren betrifft zählt der Pastirma von  Karpathos zu den außergewöhnlichen Produkten, der aus dem Fleisch der Wildziege zubereitet wird. Auf Kalymnos und auf Karpathos findet man sehr wohlschmeckende Zwiebacksorten.

 

Von ganz besonderem Interesse ist die Küche von Rhodos die die enge Verwandtschaft mit dem griechischen Festland reflektiert. Das fruchtbare Inland von Rhodos ermöglicht den Anbau von zahlreichen und erlesenen Produkten. Ein beliebter Brauch auf den Dodekanes- Inseln war anstatt Einladungskarten zu Hochzeiten, Brot zu verteilen. Es hatte eine runde Form und wurde aus gewöhnlichem Brotteig gebacken, jedoch wurde es anschließend in zwei Hälften gebrochen, mit frischer Butter und Honig bestrichen und als Einladung an die Hochzeitsgäste verteilt. Auch heute noch trifft man den Brauch des Backens von Verlobungsbrot auf vielen Inseln an während eine Vielzahl an Brotvarianten für eine Hochzeitsfeier oder zu Ostern im Raum der Ägäis bekannt ist. Besonders hervorheben sollte man auch die verschiedenen Süßspeisen der Dodekanes-Inseln. Verwendet wird häufig Tahina- Sesampaste in den süßen Pasteten, süßen Teigwaren oder süßen Weizensuppen.

 

Quellen:

Diane Kochylas: Das kulinarische Griechenland – Verlag Ellinika Grammata

Album – die Wurzeln Griechenlands- Süd-Ägäis   - Verlag Pegasus

Rezepte aus der Küche der Kykladen und des Dodekanes findet man unter  www.aegeancuisine.eu

 

 

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