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Die Bodenschätze

 

Die Inseln der Ägäis haben einen enormen Reichtum an Bodenschätzen aufzuweisen, gegeben der Tatsache dass ihr Grund aus einer großen Vielfalt an wertvollen Mineralien besteht. Die Nutzung der Bodenschätze seitens der Einwohner der Inseln ist schon seit der Antike bekannt.  Ein charakteristisches Beispiel sind die antiken Steinbrüche im Gebiet Nychia auf der Insel Milos wo Obsidian abgebaut wurde um Werkzeuge herzustellen, wie die Funde an, bis heute gut erhaltenen, Obsidiangegenständen bezeugen. 

Der Marmor von Paros, Naxos und Tinos ist ebenfalls schon seit der Antike bekannt. Insbesondere beim Marmor aus Paros, oder auch als Paros-Gestein bekannt, handelt es sich um ein hochqualitatives Marmorgestein mit weißer Farbe, von gleichmäßiger Porenradienverteilung und großer Lichtdurchlässigkeit. Aus dem Marmor von Paros wurden einige der exzellentesten Kunstwerke der antiken griechischen Bildhauerkunst geschaffen (z.B. die Nike des Paionios, der Hermes des Praxiteles, die Aphrodite von Milos u.w.) Zudem fand der Marmor von Naxos, qualitativ gleichwertig mit dem von Paros, Anwendung in den Konstruktionen und den Skulpturen der Heiligtümer auf Delos und in Delphi. Auf Sifnos wurden Erze wie Gold, Eisen, Blei und Silber abgebaut aufgrund dessen die Insel eine Blütezeit in der Antike erfuhr. Reichhaltig war auch der Bestand an Ton auf den Inseln. Kimolos ist bis heute noch eine Insel die in ihrem Untergrund zahlreiche industriell verwendbare Bodenschätze enthält wie Bentonit, Puzzolane, Perlit, Kaolin, Ferromangan, Baryt und Schwefel. Zudem ist Kimolos bekannt für eine einzigartige Tonart die als «»Kimolia Gi (Kreideerde)»  bezeichnet wird und ihren Namen der Insel zu verdanken hat. Bekannt ist diese Tonerde seit den prähistorischen Jahren für die reinigenden und medizinischen Eigenschaften.

Auf Milos, eine durch Vulkanaktivität entstandene Insel, trifft man auf Gesteinsarten wie Obsidian, Kaolin, Gipsspat, Schwefel Perlit, Bentonit und Mangan.  Betonenswert dass sich hier die wirtschaftliche Entwicklung auf den Abbau der Gesteine stützte und nicht auf den Tourismus wie es auf anderen ägäischen Inseln der Fall war. In den Steinbrüchen ist noch eine große Anzahl der Einwohner bis heute beschäftigt.

Naxos ist nicht nur für den Bestand an Marmor bekannt sondern auch für reichlich vorhandenen Schmirgel. Der Schmirgel befindet sich im nordöstlich gelegenen, gebirgigen Teil der Insel. Serifos ist in den europäischen wissenschaftlichen Kreisen bekannt für die Vielfalt an Kristallen wie Granit, Andradit, Fluorit, Hämatit, Malachit und kristallisiertes Blei. Der grüne Quarz von Serifos, der in der Region «Megalo Chorio» gefunden wurde gehört zu den äußerst seltenen Mineralien. Zu guter Letzt befinden sich auf Kasos, Rhodos und Karpathos große Mengen an Gipsspat. 

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