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Endemische Flora

 

Die Entwicklung der überaus reichen Biodiveristät der örtlichen Flora der Süd-Ägäis, welche 1400 Arten auf den Kykladen, von welchen es sich bei 83 um endemische Arten handelt und ca. 2.200 Arten auf den Insel der Ost-Ägäis, einschließlich der Dodekanes-Inseln, von welchen es sich bei 86 um endemische Arten handelt ist sowohl auf die Herkunft der Inseln als auch auf den Zeitraum ihrer Entstehung zurück zu führen. Auf dem Kalkgestein des Berges Attavyros der Insel Rhodos trifft man auf die Flockenblume Centaurea lactucifolia sowie auf die seltene Glockenblume Asyneuma giganteum, welche nur einmal im Jahr blüht und zu den gefährdeten Arten gehört da sie sich in einem sehr begrenzten Gebiet verbreitet (Rhodos, Chalki, Karpathos), ihr Vorkommen sehr gering ist und das Weiden von Tieren sie an sehr steilen und unzugänglichen Hängen beschränkt. Auch die Gattung Allium (Knoblauchgewächs), ist mit einer großen Anzahl an endemischen Arten in der Ägäis vertreten. Zu den antiken Arten gehören die Laucharten  Allium brulloi und  Allium luteolum. Die erste Art kommt nur in Felsspalten auf der Insel Astypalaea vor. Die zweite Art jedoch ist weiter verbreitet; man trifft sie in Phrygana und auf steinigem Boden auf zahlreichen Inseln  an:  Amorgos, Anafi, Andros, Koufonisia, Naxos und Paros. Auf den Ägäis- Insel sind auch zahlreiche neu-endemische Arten anzutreffen, bzw. Arten die sich vor relativ geringer Zeit weiterentwickelt haben und ein entsprechend begrenztes Gebiet einnehmen, da sie sich noch nicht weiter verbreiten konnten. Zu den neu- endemischen Arten der Süd-Ägäis gehören die Nigella arvensis aristata, die  Nigella carpatha (Kasos, Karpathos) und die  Nigella doerfleri (Antikythira, Velopoula, Kykladen und Kreta).  Die unterschiedliche Größe, Höhenlage und Herkunft der Ägäis-Inseln und insbesondere die Felsen und großen Kalksteinformationen; infolge des mannigfaltigen geologischen Werdeganges der Inseln, wie Kalamos auf Anafi und Krikelas auf Amorgos,  bieten eine bunte Palette an Lebensräumen die die Differenzierung und die Entwicklung von endemischen Pflanzenarten fördern. 

 

Die leicht zugängige Schlucht Palatia von Saria ist ein charakteristisches Beispiel mit mehr als 20 endemischen und seltenen Fingersträuchern wie die Büsche Hirtellina fruticosa (häufig in Astypalaea, Karpathos, Kasos, Kreta und Symi anzutreffen), der riesige Seseli gummiferum subsp. crithmifolium (eine Art Wildsellerie, rare Art  in der Süd-Ägäis ) und der Zwergstrauch Dianthus fruticosus subsp. carpathus (die buschartige Wildnelke von  Karpathos ) die sporadisch anzutreffen ist.  Ein charakteristisches Beispiel einer neu-endemischen Art ist die Glockenblume die im Raum der Ägäis mit mehr als 30 griechischen endemischen Taxa vertreten ist.  Einige gedeihen nur auf einer Insel wie die   Campanula carpatha die überall auf Karpathos, soweit Felsformationen vorhanden sind, zu finden ist. Andere wiederum sind auf vielen Inseln heimisch aber meist mit einer geringen Population wie die  Campanula laciniata, bekannt als «Moustamavla» in Folegandros. Weitere Glockenblumen treffen wir auf Karpathos und Kasos wie die Campanula pinatzii und die  Campanula rhodensis auf Rhodos.  

In den Zypressenwäldern, und ausschließlich dort, wächst die seltene und gefährdete Paeonia von Rhodos  Paeonia clusii subsp. rhodia oder auch von den Ortsansässigen «Flaskanoura» genannt. Das weiße, im Frühling blühende Alpenveilchen Cyclamen rhodium subsp. rhodium ist häufig in den Wald- und Buschgebieten von Rhodos und Kos anzutreffen.

Von besonderem Interesse sind die endemischen Arten die auf den Felsinseln der Ägäis gedeihen. Sie sind meist an Strandstreifen anzutreffen wo sie vom Meerwasser besprüht werden. Die Silene holzmannii ist auf 34 Inseln erortet worden. Sie wächst meist auf salzhaltigem Boden und teilt ihr Gebiet mit der Kamille Anthemis scopulorum, auf den Eilanden Mikro Kalapodi, Dyo Adelfia Folegandros, Tristomo Karpathos und Megalo Fokionisi. 

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