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Architektur

Die Architektur der Kykladen 

Die Siedlungen der Kykladen, mit dem Grundsatz sich von den starken Winden, der Kälte,  der Hitze und den extremen Wetterbedingungen zu schützen aber auch den begrenzten Raum optimal zu nutzen, sind so erbaut, dass sie sich nicht gegen die Naturphänomene erheben. Die Siedlungen der Kykladen mit den Häusern, den Dorfplätzen, den Schulen, den Brücken und den Kirchen sind nicht gleichartig gestaltet. Die Einwohner sahen von je her zu, alle Bauten mit abgerundeten Ecken zu konstruieren damit die, mit Vorräten und Materialien, beladenen Esel und Maulesel ihre Fracht befördern konnten. Parallel dazu erbauten die Landbesitzer und Adelige ab dem 13. Jh. Turmhäuser in der umliegenden Region aber auch Taubenschläge, da die Zucht von Tauben ein Privileg der Aristokratie darstellte.

Erstaunt und beeindruckt sind stets die Besucher der Kykladen wenn sie entdecken dass jede einzelne Insel ihren ganz besonderen Charakter zu bewahren vermochte, wobei jedoch jede ihren Platz im berühmten «Zyklus» (Kykladen oder Zykladen – Insel in zyklischer Formation rund um das Zentrum der Insel Delos)  innehat.  Bewundernswert  sind hier die  Höhlenhäuser von Santorin und die  Türme von Naxos sowie die ziegelbedachten Dörfer von  Kea und  Kythnos, aber auch die traditionellen Siedlungen auf  Tinos  mit den Marmorbrunnen und den Taubenschlägen. Ebenso beeindruckend ist Ermoupolis  auf Syros mit den neoklassizistischen Herrenhäusern „Megara“ im Gebiet Vaporia,  die würfelförmig erbaute  Chora auf Mykonos, die so genannten «Syrmata» (kleine in den Felsen eingehauene Bauten zur Unterbringung der Boote) auf Milos aber auch industrielle Monumente auf  Serifos  und Milos  die die alten Steinbrüche zurück gelassen haben.

Anfang des 19. Jh.s. spiegeln sich in der Architektur die dominierenden, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen und Trends wieder. Die Herrenhäuser und die Kapitänshäuser mit den neuklassizistischen und eklektizistischen Merkmalen sind unser Erbe aus dieser Periode.

Die Architektur der Dodekanes-Inseln

Die Architektur hat viele identische Elemente aber auch gravierende Unterschiede mit den anderen Inseln der Ägäis aufzuweisen. Das Einraumhaus ist ein Gebäude mit identischen Merkmalen auf allen Inseln. Jedoch hat der historische Werdegang und die geographische Lage in der Nähe der kleinasiatischen Küste sowie der Inseln Zypern und Kreta einige besondere Merkmale hervorgebracht, welche durch die Tatsache weiter entwickelt wurden dass der Dodekanes im Jahre 1948 nach 3 Jahrzehnten italienischer Besatzung mit Griechenland wiedervereint wurde.  Die fremden Einflüsse verschmolzen entweder mit der örtlichen Architektur (z.B. osmanische Elemente) oder aber es wurden fremde Vorbilder unverändert übernommen  (Architektur der Venezianer und Kolonialarchitektur der Italienerherrschaft zwischen 1912-1943).

 Rhodos war vom 14. bis zum 16 Jh. der Sitz der Ritter des Johanniterordens. Diese Periode hinterließ als wertvolles Erbe auf der Insel die grandiosen Monumente in der Altstadt. Die muslimischen Heiligtümer sind ebenfalls bis heute erhalten und beeindrucken den Besucher. Dies ist auch auf der Insel  Kos der Fall. Die Zeit der Venezianer hat ebenfalls nachhaltige Spuren auf den Dodekanes-Inseln hinterlassen.  Die älteren Siedlungen wie Palaio Pyli auf Kos,  Ano Poli  auf Symi, Chorio auf Kalymnos und Olympos  auf Karpathos wurden im Inland der Inseln erbaut um sich vor den Piratenangriffen zu schützen. In der Zeit der Venezianerherrschaft nahmen sie die Form einer Burgstadt an, deren Abwehrmauern durch die Außenwände der, am Rande liegenden Häuser, gebildet wurde.

Ab dem Ende des 18. Jh.s beeinflusst der Neoklassizismus, welcher bereits im osmanischen Reich verbreitet war, die Architektur auf den Dodekanes-Inseln. Die wirtschaftliche Entwicklung im 19. Jh. hatte den Anstieg der Bevölkerung zur Folge und dem entsprechend die Vergrößerung der Siedlungen außerhalb des ursprünglichen Siedlungskerns. Es war zu dieser Zeit dass die Siedlungen den Charakter einer Stadt annahmen und dem entsprechend Wert auf öffentliche Plätze gelegt wurde.

Während der Italienerherrschaft (1912-1943) wurden wesentliche Eingriffe bei den bestehenden Gebäuden auf den Inseln unternommen. Hier handelte es sich um Eingriffe die den politischen Zielen der Besetzer dienten.

Die Italiener leiteten die Umstrukturierung der historischen Zentren ein, restaurierten die Monumente aus der Zeit der Ritterherrschaft und erbauten beeindruckende öffentliche Gebäude. Ein einzigartiges Beispiel in der Ägäis ist  Lakki  auf Leros. 

 

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